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Aktuelles Angebot

Wenn ein junger Mensch zusätzliche Begleitung braucht…

Ab dem 28. Mai 2018 ist bei uns ein Platz frei für
einen jungen Menschen (14- 28 jährig)

Das Angebot umfasst:

  • Vermittlung von Bewährungs-Auszeiten in handwerklichen, landwirtschaftlichen oder sozialen Betrieben im Kanton Zug
  • Systemisches Coaching
  • Eltern- und Familienbegleitung

Aktuell

Was macht eigentlich R…
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Newsletter 2018

Den Newsbrief gibts natürlich auch in digitaler Form.
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sich bewähren können — die Erfahrung machen, nützlich zu sein

Die jugendbewährungshilfe.ch übernimmt Mandate für Jugendliche, die in der Schule oder zu Hause überfordert sind und sich selbst und anderen Probleme bereiten. Wir verfügen über Erfahrungen mit Jugendlichen, die sich dissozial bis aggressiv verhalten, sowie mit Lernenden mit starkem Leistungsschwund und wenig Selbstvertrauen.

Von der Schulmüdigkeit zu meiner Lehrstelle

Da mich die Schule nie wirklich interessierte, war ich in meinem letzten Schuljahr sehr unmotiviert. Deshalb meldete ich mich oft „krank“, was natürlich nicht der Wahrheit entsprach. Weil ich so ziemlich viel vom Unterricht verpasste und in der Freizeit wenig Zeit für die Schule investierte, wurden meine Noten immer schlechter. Die Schulleitung sah dies natürlich nicht so locker wie ich selbst. Deshalb wurde ich kurz vor den Sommerferien 2017 von der Schule verwiesen. Da ich bis zu diesem Zeitpunkt sehr wenig Vorfreude auf die Berufswelt hatte und mich nicht um eine Lehrstelle bemühte, sah meine Lage ziemlich schlecht aus.

Meine Eltern machten sich zu Recht grosse Sorgen um mich und wollten nicht, dass ich nur zu Hause herumsitze und mir so meine Zukunft verbaue. Die Schule schlug die Zusammenarbeit mit Herrn Suter vor. Für meine Eltern war es eine Hilfe, dass sich eine aussenstehende Person darum kümmerte, dass ich arbeiten gehe. Das Ziel war, dass ich spätestens im Sommer 2018 eine Lehre beginne.

Ich war zu Beginn der Zusammenarbeit mit Herrn Suter ziemlich pessimistisch, da ich kein Interesse daran hatte, arbeiten zu gehen. In den ersten Wochen der Zusammenarbeit mit Herrn Suter konnte ich bei verschiedenen Betrieben schnuppern. Ich war nicht gerade begeistert vom Arbeiten, aber immerhin hatte ich eine Tagesstruktur und musste mich nach dem Feierabend nicht mehr mit den mühsamen Hausaufgaben beschäftigen. Positiv war sicher, dass ich in der Erwachsenenwelt landete und Einblicke in die unterschiedlichsten Berufe bekam. Gerade auf den Baustellen war die Atmosphäre trotz der harten Arbeit oft humorvoll und amüsant. Ich war mir bis zu den Sommerferien immer noch nicht sicher, welchen Beruf ich lernen möchte. Aus diesem Grund entschied ich mich dazu, in der Zeit nach den Sommerferien weiterhin mit Herrn Suter nach meiner Wunschlehrstelle zu suchen. Herr Suter und ich hielten es für das beste, dass ich die ersten Wochen nach den Sommerferien auf einer Alp verbringen würde. Als ich nach drei äusserst intensiven Wochen auf der Alp wieder nach Hause kam, konnte ich durch die jugendbewaehrungshilfe.ch bei der Franziskanischen Gassenarbeit in Zürich schnuppern. Dort war ich Teil des Teams und half den Migranten, Obdachlosen und Drogensüchtigen bei den Alltagsarbeiten (Kochen, Putzen, Aufräumen etc.). Mir gefiel es ausgezeichnet, da ich das Gefühl hatte, etwas Sinnvolles zu tun und mit vielen verschiedenen Menschen zu tun hatte. Daher verbrachte ich zusätzlich eine Woche dort. Nach dieser Woche war ich davon überzeugt, dass ich einen sozialen Beruf lernen möchte. Um meine Lehrstelle als FaBe  (Fachangestellter Betreuung) zu bekommen, musste ich zuerst zwei Praktika machen. Ich habe in diesen zwei Praktika mit Drogensüchtigen, Flüchtlingen und Demenzkranken gearbeitet. In wenigen Monaten werde ich dann meine Lehre als FaBe beginnen. Ich werde mit psychisch kranken Menschen arbeiten und ihren Alltag mitgestalten. Meiner Lehre blicke ich mit Spannung, aber auch mit Zuversicht entgegen. Ich kann mir gut vorstellen, mich in Zukunft in diesem Bereich weiterzubilden, z. B. in Richtung Psychologie.

Mein Fazit aus der Zusammenarbeit mit Herrn Suter:

Dank Herrn Suter konnte ich viele verschiedene Berufe und Menschen kennenlernen. Zudem hat mich Herr Suter immer für das Arbeiten motiviert und mir schlussendlich auch gezeigt, wie wichtig es für einen Menschen ist, arbeiten zu gehen (Tagesstruktur, sinnvolle Beschäftigung, Geld verdienen etc.). Herr Suter hat es geschafft, dass mir Arbeiten mittlerweile sogar Spass macht! Ich finde, dass sich Herr Suter sehr gut in die Jugendlichen hineinversetzt und sie so perfekt unterstützen kann. Ich werde Herrn Suter immer dankbar dafür sein, dass er stets für mich da war, dafür sorgte, dass ich arbeitete und immer an mich glaubte.

Timon Volken